Gleiche Rechte, gleiche Chancen?
Rund 1,3 Milliarden Menschen weltweit haben eine Behinderung. Doch statt gleichberechtigter Teilhabe sehen sie sich vielfach mit Diskriminierung konfrontiert. Der globalen Gipfel für die Rechte von Menschen mit Behinderungen („Global Disability Summit“, GDS), der vom 2. bis 4. April in Berlin stattfindet, rückt dies in den Fokus und setzt ein Zeichen für inklusive Lösungen. Wie können wir Gesellschaften so gestalten, dass Teilhabe für alle selbstverständlich wird? Wie lassen sich politische Weichen stellen, um Diskriminierung abzubauen und Chancengleichheit zu schaffen?
Im Interview mit Jürgen Dusel, dem Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, wird deutlich, dass es noch viel Engagement bedarf, bis Inklusion in der Entwicklungszusammenarbeit alle erreicht. Ein Ansatzpunkt könnte die Landwirtschaft sein: Welche Potenziale dieser Sektor bietet, zeigt ein Listicle. Der Internationale Fonds für Landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD) hebt hervor, dass das Potenzial von Landwirt*innen mit Behinderungen in ländlichen Regionen oft nicht ausreichend berücksichtigt wird. Der Leitfaden „Growing Disability Inclusiveness in Agriculture“ von World Vision setzt hier an und zielt darauf ab, Menschen mit Behinderungen aktiv in Entscheidungsprozesse einzubeziehen.

In diesem Jahr richtet Deutschland den Global Disability Summit gemeinsam mit den Co-Gastgebern Jordanien und der International Disability Alliance aus. Innerhalb der Bundesregierung ist das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) federführend. Das internationale Gipfeltreffen hat zum Ziel, die weltweite Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen entwicklungspolitisch voranzubringen. Alle Infos zum Global Disability Summit 2025 in Berlin und die vorangegangenen Erkenntnisse aus den weltweiten Regional Summits.
Inklusion ist ein Menschenrecht.
In der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen verpflichten sich daher die Vertragsstaaten in Artikel 32 dazu, ihre Entwicklungszusammenarbeit inklusiv zu gestalten. Wie Inklusion und damit Diversität aussehen kann, zeigen Projekte weltweit. Ein besonderer Blick gilt dabei dem Zugang zu Ressourcen: In ländlichen Regionen fehlt es oft an barrierefreien Bildungsangeboten, medizinischer Versorgung und sozialen Schutzsystemen. Das wirkt sich nicht nur auf die individuelle Existenzsicherung aus, sondern auch auf die Gesellschaft.
Menschen mit Behinderungen sind Teil einer vielfältigen Gesellschaft.
Ein Lebensbereich wird nicht nur dann barrierefrei, wenn physische Barrieren abgebaut sind, sondern auch Vorurteile und ausgrenzende Denkmuster. Mehr dazu im Netzwerk Inklusion Leben.